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Klassenarbeit 3b

Thema: Erörterung
Inhalt: Verschiedene Erörterungsthemen; Beispielerörterungen;
Lösung:Lösung vorhanden
Schule: Gymnasium
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Lösungen:



Drei Beispiele gelungener Erörterungen:

Sollten Kinder ihr Elternhaus mit Erreichen der Volljährigkeit verlassen?

Mit dem Erreichen der Volljährigkeit gehen für viele Jugendliche auf einmal viel mehr Türen auf als zuvor. Man fühlt sich von nun an viel erwachsener als vorher und denkt natürlich auch daran, ein eigenes Leben anzufangen, weg von den Eltern. Nicht unbedingt weit weg, aber eine eigene Wohnung wäre schon eine phantastische Sache. Doch ist es wirklich so vorteilhaft, mit Erreichen der Volljährigkeit das Elternhaus zu verlassen, oder scheint es nur auf den ersten Blick so?

Aus der Sicht der von nun an jungen Erwachsenen ist es einfach nur wundervoll, endlich eine eigene Wohnung zu haben, da man von nun an seine Entscheidungen selbst treffen kann und somit mehr Freiheiten hat. Man kann selbst entscheiden, wann man nach Hause kommt oder was man sich zum Essen kauft. Natürlich erscheinen diese beiden Beispiele eigentlich mehr lächerlich, als dass sie Gründe dafür wären auszuziehen. Aber sind es nicht genau solche Kleinigkeiten, durch die es des Öfteren zum Streit mit den Eltern kommt?

Dadurch, dass man von nun an für sich selbst entscheiden muss, wird man automatisch schneller selbstständig. Von nun an muss man selbst darauf achten, wie viel Zeit und Geld man zur Verfügung hat. Dadurch fängt man an, viel mehr darauf zu achten, was wirklich wichtig für einen ist und was nicht.

Solche positiven Entwicklungen bemerken die Eltern natürlich auch. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe dafür, warum junge Erwachsene, die nicht mehr zu Hause wohnen, ein ganz neues Verhältnis zu ihren Eltern aufbauen. Früher, als man noch bei seinen Eltern gewohnt hat, waren es immer die Eltern, die sich bei einem beschwert haben, weil man z.B. wieder einmal zu spät nach Hause gekommen ist. Diese kleinen Streitereien gehören von nun an der Vergangenheit an.

Da man von nun an ein wahrscheinlich besseres Verhältnis zu den Eltern aufgebaut hat, kann man diese vielleicht auch um eine kleine finanzielle Unterstützung bitten, da man mit 18 Jahren entweder noch zur Schule geht oder gerade mitten in einer Ausbildung steckt und somit häufig wenig Geld zur Verfügung hat.

Falls die Eltern einen in diesem Punkt nicht unterstützen wollen, weil sie z.B. meinen, dass es sowieso besser sei, wenn man mit 18 Jahren noch zu Hause wohnt, hat man ein Problem, das einem das Leben richtig schwer machen kann. Nicht nur, dass man nicht genug Geld hat, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können, sondern man verliert möglicherweise außerdem noch den Bezug zu seinen Eltern, weil man sich wegen des Geldes häufiger streitet. Da ist es doch eigentlich viel einfacher, zu Hause zu bleiben, solange man selbst noch nicht genug Geld verdient. um sich eine Wohnung leisten zu können.

Denn die meisten jungen Erwachsenen gehen mit 18 Jahren ohnehin noch zur Schule oder machen gerade eine Ausbildung. Dadurch hat man einfach nicht genügend Zeit, einen Job zu finden, der genügend Geld einbringt, um eine Wohnung zu finanzieren. Man könnte nun natürlich sagen, dass man die Schule oder die Ausbildung aufgeben und sich eine Arbeitsstelle suchen soll, aber das wäre eine absurde Idee, da man ohne eine vernünftige Ausbildung oder einen guten Schulabschluss heutzutage keine Chance hat, einen guten Job zu finden.

Gegen das Verlassen des Elternhauses mit Erreichen der Volljährigkeit spricht wohl am meisten, dass viele mit 18 Jahren noch gar nicht richtig im Leben stehen. Sie wissen einfach noch nicht, was sie wollen, und sind noch viel zu sehr Kind. Es wäre ein großer Fehler für sie, wenn sie sich in dem Alter schon von den Eltern abkapseln würden, da es für die meisten nur bergab und nicht bergauf gehen würde.

Obwohl es natürlich viele Vorteile mit sich bringt, wenn man mit 18 Jahren auszieht, ist es meiner Meinung nach so ziemlich das Schlimmste, was man machen kann. Wie will man es schaffen, sich mit 18 Jahren ein eigenes Leben aufzubauen, wenn man noch nicht einmal seine Ausbildung abgeschlossen oder sein Abitur in der Tasche hat? Ich denke, dass der richtige Zeitpunkt zum Ausziehen der ist, wenn man anfängt zu studieren oder einen richtigen Beruf hat, der einem genügend Sicherheit im Leben bringt.

 

Was spricht für, was gegen das Auswandern?

Irgendwann befällt es jeden von uns: das Fernweh, die Verlockung, alles einfach hinter uns zu lassen und in etwas Neues, Unbekanntes aufzubrechen. Die meisten unserer Zeitgenossen leben diesen Drang dadurch aus, dass sie in den Urlaub fahren. Doch es gibt mittlerweile auch viele, die gerne noch einen Schritt weitergehen wollen, und der wäre, eben nicht nur für zwei Wochen wegzufahren, sondern gleich für immer. Aber an dieser Stelle sollte man sich vielleicht erst einmal fragen: Was spricht für und was gegen das Auswandern?

Gegen das Auswandern spricht zunächst einmal, dass man einfach alles zurücklassen muss. Sicher kann man einige Habseligkeiten mit in sein neues Leben nehmen, doch all seine Freunde, Bekannten und Verwandten wird man zurücklassen müssen. Das dürfte bei besonders engen Freunden und insbesondere bei den Familienangehörigen sehr schwer fallen, was sich an folgendem Beispiel veranschaulichen lässt:

Das Schlimmste, was zwei Verliebten passieren kann, ist doch die Trennung voneinander, in diesem Fall die räumliche Trennung. So scheinen sieben Tage auf einmal die Länge von einigen Jahrhunderten zu haben und unerträglich zu sein, wenn, aus welchen Gründen auch immer, der Partner oder die Partnerin nicht bei einem sein kann. So ähnlich könnte es einem auch mit den oben angeführten Personengruppen ergehen, wenn auch vielleicht nicht in dieser geschilderten, extremen Form.

Ebenfalls bei der Überlegung des Auswanderns aufzuführen wären die Kosten, die nicht gerade gering ausfallen würden. Wenn man sich also tatsächlich zum Auswandern durchgerungen hat, sollte man sich überlegen, ob man über genügend Eigenkapital verfügt. Hat man den Flug zusammengespart und hofft dann, dass man es in der neuen Heimat vom Tellerwäscher zum Millionär bringt, so wird man vermutlich schneller als gedacht auf der Straße landen. Daran sollte jeder, der in der Realität lebt, keinen Zweifel hegen.

Im Übrigen ist, neben den vorausgesetzten finanziellen Mitteln, noch einiges andere erforderlich, um erfolgreich zu emigrieren. So braucht man z.B. ein ziemlich ausgeprägtes Organisationstalent, um erst einmal eine günstige Wohngelegenheit und eine Arbeitsstelle zu finden, womöglich noch von der Heimat aus. Es ist schließlich wichtig, möglichst schnell Fuß zu fassen.

Auch verlangt einem das Auswandern eine große Anpassungsfähigkeit ab. Nicht nur die Bräuche und Sitten betreffend, sondern auch besonders, was das Klima und die Nahrung angeht. Wer z.B. bei heißem Wetter Kreislaufprobleme bekommt, sollte sich noch einmal überlegen, ob er nach Australien auswandern will, das übrigens das von deutschen Auswanderern bevorzugte Immigrationsland ist. Ebenso sollte sich jemand mit sehr empfindlichem Magen überlegen, ob er fähig zum Auswandern ist.

Indes spielt auch die Sehnsucht nach etwas wieder eine Rolle, speziell die nach der Heimat. Es gibt nämlich genug Leute, die vor Heimweh krank werden, geistig wie körperlich.

Auf der anderen Seite bietet das Auswandern auch eine Reihe Vorteile, die all die genannten Nachteile zum Verblassen bringen.

Einer dieser Vorteile wäre sicher die Perfektionierung gewisser Sprachkenntnisse, die eventuell vor der Auswanderung schon vorhanden waren oder erst durch diese erworben wurden.

Mehr noch als das Erlernen der Sprache fällt jedoch das der Bräuche und Sitten ins Gewicht. So wird einem durch das Auswandern eine ganz neue Lebensweise offenbart, die den 'Horizont' des Emigranten erweitert und so einen positiven Einfluss auf dessen Charakter hat. Man könnte fast sagen, dass aus dem alten Menschen ein neuer wird, so sehr können die Lebensumstände einen Menschen verändern. Nehmen wir als Beispiel das Schönheitsideal eines jeden Landes. Wer hier vielleicht noch dreimal wöchentlich Solariumsbesucher war, verbringt in Mexiko den Tag im Haus, um keine braune Haut zu bekommen.

So hätte man allerdings auch wenig von dem berühmten 'schönen' Wetter, wie immer ein jeder dies auch definieren möge, das wohl mit der bedeutendste Grund für jeden Auswanderer ist, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Denn wer freut sich nicht, wenn draußen das Wetter herrscht, das er am liebsten hat, sei es nun Sonne und 40 Grad, Regen, Schnee oder was auch immer?

Darüber hinaus kann man durch das Auswandern nicht nur ungeliebtem Wetter aus dem Weg gehen, sondern auch bestimmten Personen, Bräuchen, politischen Ansichten, der Politik allgemein, familiären Problemen und Entsprechendem mehr. So wandern doch die meisten Leute wegen ihrer Unzufriedenheit bestimmten Dingen gegenüber aus. Und das mit Recht. Warum sollte man sich mit etwas herumschlagen, wenn man es auch vermeiden kann? Ist es nicht viel besser, derartiges einfach zu vermeiden und dazu noch etliche Vorteile zu bekommen?

Am wichtigsten ist doch, dass man selbst glücklich wird, und wenn man es hier nicht ist, warum dann nicht ein ganz neues Leben anfangen? Alles hinter sich lassen, schlechte Angewohnheiten, einen miesen Ruf, soziale oder familiäre Probleme, all das nimmt man einfach nicht mit. Man hat die Möglichkeit, alles besser zu machen, neue Kontakte zu knüpfen und sein individuelles Glück zu finden.

Meine Meinung, dieses Thema betreffend, ist geteilt. Einerseits würde ich gerne auswandern, weil es mich sehr reizen würde, etwas vollkommen anderes kennen zu lernen und meine Anpassungsfähigkeit auf die Probe zu stellen. Ich glaube, dass es für meinen Charakter und für mein Ich nur gut sein könnte, so etwas zu tun. Doch andererseits liebe ich meine Heimat, meine Familie und meine Freunde und würde um keinen Preis von ihnen fort wollen. Jedenfalls jetzt noch nicht.

 

Kommunales Wahlrecht ab 16?

 

Sie laufen herum mit Frisuren, wegen denen man zu anderen Zeiten den Friseur gefoltert hätte, und Hosen, deren Hauptzweck darin zu bestehen scheint, unten im Dreck geschleift zu werden und oben nackten Schwabbel zu präsentieren. Von wem die Rede ist? Na, von Jugendlichen! Für einen Erwachsenen ist schwer vorstellbar, dass unter so einer Frisur auch eine politische Meinung stecken könnte, die sich in einer Wahl äußern will.

Einleitung:  Jugendliche wirken sehr befremdlich auf Erwachsene

Aber — ist kommunales Wahlrecht ab 16 wirklich eine so absurde Idee, oder sollte man es nicht vielleicht doch einführen?

Themafrage

Dazu muss man erst einmal den Begriff ganz deutlich machen: Es geht nicht um Bundestags– oder Landtagswahlen, also „große Politik“, sondern um Wahlen der Stadt– und Gemeinderäte. Worüber diese Gremien beschließen, ist das konkrete Umfeld der Bürger, also auch der Jugendlichen: die Stadt und die Gemeinde. Es geht um Fragen wie: Soll ein Jugendzentrum gebaut oder gefördert werden? Soll sich die Gemeinde an einer Beach–Volleyball–Anlage beteiligen usw. Dies alles sind Dinge, die Jugendlich elementar betreffen. Die Frage ist eben, ob Jugendliche ab 16 sich an der Wahl zu diesen Gremien beteiligen dürfen.

Begriffsdefinition

Ich bin ganz deutlich der Meinung, dass man die Jugendlichen hier wählen lassen sollte.

These

Als Grund sollte man dafür zunächst pädagogische Aspekte anführen.

Oberpunkt 1: pädagogische Gründe

Zu Recht wird behauptet, dass Jugendliche sich nur wenig für Politik interessieren. Die Jugendlichen selbst sagen das ganz offen. Sie sind deshalb häufig selbst, wie wohl die meisten Bundesbürger, gegen die Ausdehnung des Wahlrechts nach unten.

Gegenargument

 

wird dann entwertet:

Aber dies beweist gar nichts. Wieso sollte man sich für etwas interessieren, auf das man ohnehin keinen Einfluss hat? Sie können politische Meinungen haben, wie sie wollen — es fragt sie niemand danach, und niemand ist interessiert an ihrer Stimme. Deshalb wäre es gerade wichtig, dass man die Jugendlichen in einem beschränkten Rahmen wählen lässt. Dann würden sie nämlich erleben, dass man durchaus etwas verändern kann, wenn man sich einig ist. Vielleicht könnten die Jugendlichen den einen oder anderen Politiker in die Stadtparlamente wählen, der ihre Interessen vertritt.

Es ist ja auch in anderen Bereichen so: Niemand interessiert sich für Aktienkurse, wenn er keine Aktien besitzt. Warum sollte sich ein 16–Jähriger für Politik interessieren?

Erläuterung1 : aktuelle Situation

 

 

Begründung: Jugendliche würden sich mehr für Politik interessieren

Erläuterung 2: utopische Situation

 

 

Beispiel, Bezug nehmend auf aktuelle Situation

Ein weiterer pädagogischer Grund wäre, dass Jugendliche im Umgang mit kommunaler Politik in den politischen Prozess hineinwachsen könnten. Wenn die Heranwachsenden nämlich 18 Jahre alt sind und wählen dürfen, fällt es ihnen oft schwer, am politischen Geschehen teilzunehmen. Sie wissen nicht, welche Funktionen die staatlichen Gewalten haben, was man direkt wählt und was nicht, welche Rolle Parteien spielen usw. Das alles könnten sie im kleinen Maßstab an der kommunalen Politik lernen. Sie könnten auch lernen, sich öffentlich angemessen zu äußern und ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen.

Eine gute Möglichkeit dazu sind Bürgerversammlungen, wo man wirklich erlebt, wie Politik funktioniert.

Begründung

 

Erläuterung 1

 

 

Erläuterung 2

 

 

Beispiel

Demokratie ist eine schwierige und komplizierte Sache, zu der man die Bürger erziehen muss. Das Wahlrecht ab 16 könnte also eine wichtige pädagogische Rolle spielen.

Rückverweis auf den Oberpunkt

Aber nicht nur die Jugendlichen selbst profitieren davon.

sehr langweilige Überleitung

Es gibt auch gewichtige politische Gründe für die Einführung des kommunalen Wahlrechts ab 16.

Oberpunkt 2

 

 

In hinterlistiger Absicht lasse ich hier einfach den ersten politischen Grund aus.

 

 

 

Es gibt aber noch einen weiteren politischen Grund, und das ist meiner Meinung nach der wichtigste:

 

Deutschland ist - und das wird seit langer Zeit und immer wieder beklagt -ein kinder- und jugendfeindliches Land. Die Freiräume werden immer weiter eingeschränkt, Familien mit Kindern werden benachteiligt usw. Und dabei brauchen doch alle die Kinder und Jugendlichen, die ja schließlich irgendwann Geld verdienen und die Renten sichern müssen! Alle müssen dafür sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen den zutreffenden Eindruck bekommen, dass man sie braucht und in ihren Bedürfnissen ernst nimmt. Heutzutage nimmt man sie als Konsumenten und künftige Rentenzahler wahr, drängt sie aber sonst an den Rand des gesellschaftlichen und politischen Lebens ab. Und dann beklagt man sich, dass die Jugend in die Spaßkultur aussteigt. Hat man ihr denn echte Alternativen geboten? Aus ihrer Sicht muss doch Politik aussehen wie die undurchschaubaren Revierkämpfe von Riesendinosauriern, denen man am besten ausweicht.

Einige deutsche Städte sind hier mit guten Beispiel und guten Erfahrungen vorangegangen. Können auch andere über ihren Schatten springen.

 

Für die Politik in Deutschland wäre es sicher ein Gewinn.

 

Natürlich wäre es gewöhnungsbedürftig, diese eigenartigen Wesen an der Wahlurne zu sehen. Aber andererseits sollte man sich fragen: Wie sieht für einen Jugendlichen ein (sagen wir:) 43–jähriger, vom Leben verwöhnter und gezeichneter (sagen wir:) Studienrat aus? Und jemand, der so aussieht, entscheidet über seine Zukunft?! Es muss der Horror sein.

 

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